©   Thomas Schneider  -  originalundmodell.de  2015

AvantGarde Model Kits 88004

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Fouga CM.170 Magister

Mit der Magister brachte AMK dieses Frühjahr ihren dritten Modellbau- satz und damit einen der interessantesten und qualitativ hochwertigsten Kits (nicht nur für 2015!) in den Handel. Ein Bausatz mit inneren Werten, wie Sie unten sehen werden... Preis: ca. € 65,- / 1 634 Kč Erhältlich bei: hgw-shop Inhalt: 6 mittelgraue Spritzrahmen mit 270 Teilen 2 Klarsichtspritzrahmen mit 38 Teilen 1 Fotoätzteilplatine mit 46 Teilen 1 Plastikdose mit 28 Metallteilen 1 Decalbogen 24-seitige, farbige Bau- und Lackieranleitung
Vorbild: Die Fouga (Potez) CM.170 Magister ist ein zweistrahliges Schulflugzeug aus französischer Produktion. Nach der Fokker S.14 Machtrainer war die Fouga Magister das weltweit zweite düsengetriebene Schulflugzeug (Strahltrainer). Ebenso war die Maschine als leichtes Aufklärungs- bzw. Kampfflugzeug einsetzbar. Bereits ab 1949 wurde das Flugzeug aus dem Turbinenmotorsegler CM.8-R13 entwickelt. Dies mündete schließlich in die offizielle Vorstellung des Prototypen am 23. Juli 1952. Diese Vorführung war so beeindruckend, dass die Armée de l'air zunächst eine kleine Serie von 10 Flugzeugen bestellte. Ein Folgeauftrag über 90 (anderen Quellen sprechen von 95) Maschinen wurde dann 1954 erteilt. Bei der Magister handelt es sich um ein äußerst erfolgreiches, zweisitziges Ganzmetallflugzeug mit einem 110-Grad-V-Leitwerk (Schmetterlingsleitwerk).  Für die deutsche Luftwaffe fertigte die Sud Aviation
Fazit: Mit diesem Bausatz hat AMK nun definitiv ein Meisterstück abgeliefert! Zwar noch nicht ganz frei von Fehlern, aber dennoch ein definitiver Anwärter für das Modell des Jahres! Ein derart hochwertiger Bausatz mit dieser Fülle an Optionen ist keineswegs alltäglich und macht bereits beim Durchwühlen des Inhalts enorm Lust sofort mit dem Bau zu beginnen. Das originalundmodell.de - Urteil zu diesem Bausatz lautet:   ÜBERAUS EMPFEHLENSWERT ! Happy Modelling, Thomas Schneider, Oktober 2015
Reviews
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Bausatz: Zwar hat der neue AMK-Bausatz der Fouga Magister die Artikelnummer 88004, so ist er aber nach Kfir und Delfin dennoch der dritte erschienene Modellbausatz dieses jungen und aufstrebenden Unternehmens. Noch eine Magister? Diese Frage haben sich viele Modellbauer dieses Jahr gestellt. Die Antwort ist ein definitives und groß geschriebenes JA! ..und was für eine! Beim ersten öffnen der bis zum Rand gefüllten Schachtel blicken einem sauber und separat verpackte Spritzrahmen, eine große Fotoätzteil- platine, wie üblich Decalbogen und Anleitung, aber auch eine ominöse Kunsttoffschatulle entgegen. Letztere enthält 28 Metallteile, die alternativ zu den Spritzgussteilen verwendet werden können. Dadurch und durch den Umstand, dass der Spritzrahmen A (mit den Rumpfteilen) in einer zusätzlichen transparenten Variante beiliegt, ist der Kreativität beim Bau dieser Trainer-Ikone keine Grenze gesetzt. Bei genauer Betrachtung der Spritzrahmen stellt man neben den üblichen AMK-Eigenschaften in Bezug auf eine perfekte Detaillierung folgendes fest: Der Spritzguss ist nun als perfekt zu bezeichnen, es gibt keine Sinkstellen mehr! Grate, Fischhäute und andere Unzulänglich- keiten sucht man bei diesem Bausatz vergebens. Sogar die obligatorische Formtrennlinie an runden Bauteilen wie Steuerknüppel oder Fahrwerksbeine ist lediglich schwach vorhanden und im Handum- drehen versäubert. Alle Bauteile weisen feine, scharfkantige und  versenkte Gravuren, sowie dem Original entsprechende negative und positive Nietenreihen auf!  Recherche und Umsetzung vom feinsten... Der Bausatz bietet aber noch mehr. Neben der Option, eine oder beide Rumpfhälften transparent anzubauen (um das reichhaltig detaillierte Innere der Fouga sichtbar zu machen) können auch die meisten Wartungsklappen und Zugänge offen dargestellt werden. Ebenso verhält es sich mit den Triebwerken, die offen, ein- oder ausgebaut dargestellt werden können. Augenscheinlich hat der Hersteller während der Entwicklung der Formen bereits an weitere Varianten dieses Modells gedacht. Beispielsweise sprechen die vorhandenen Waffenteile und alternativen Tanks u.a. bereits für eine israelische Zukit-Variante. Die Bauanleitung bietet diese Teile allerdings jetzt schon für die 5 vorhandenen Markierungsoptionen als Alternative an !? Sehr überzeugend umgesetzt sind auch die Fahrwerkschächte, die bereits Leitungen und Kabel enthalten. Beim Fahrwerk angekommen findet sich nun endlich auch ein echter Kritikpunkt. Bei der Bereifung geht der Hersteller nicht auf die Varianten der Regen- und Normal- bereifung ein. Beispielsweise hatte die Bundesluftwaffe grundsätzlich die sich deutlich unterscheidende Regenbereifung in Verwendung. Die Hauptfahrwerksräder des Kits sind völlig glatt und somit in beiden Fällen falsch, sollten also überarbeitet oder ersetzt werden. Zum Bausatz gehört eine Fotoätzteilplatine, welche unter anderem die feinen Luftbremsen samt deren Schachtabdeckungen, sowie das Gurtmaterial für die Sitze enthält. Sehr gut umgesetzt ist auch der große Decalbogen, welcher alle not- wendigen Elemente für 5 Markierungsvarianten enthält. Dieser ist exakt, perfekt im Register gedruckt und hat lediglich an notwendigen Bereichen einen Trägerüberstand vorzuweisen. Der Druck an sich erscheint relativ dick, was den Einsatz von Weichmachern sinnvoll macht. Die 24-seitige Bau- und Lackieranleitung ist in einem gefälligen Format gedruckt und führt auf 45 Baustufen zum fertigen Modell. Bei der Lackieranleitung handelt es sich um farbig dargestellte Vier-Seiten- Ansichten welche Farben in FS-Codierung und Mr.Color Enamel beinhaltet. Zur Anbringung der Stencils ist die Anleitung jedoch unbrauchbar! Diese ist so klein gedruckt, dass man zum Bau definitiv mindestens eine Lupe oder eine vergrößerte Version benötigt.
Die Einzelteile warten mit feinsten Details und messerscharfen Konturen auf. Versionsspezifische Teile wurde akkurat umgesetzt.
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Review-Checkbox
Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Konzept:
Basisbausatz
Kleinserie (short run)
Alu-/Stahlform
Formen-/Technologie-Mix
Bausatz mit Zubehör
Produktidee:
Umsetzung:
Qualität:
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Komplettpaket
Technologie:
Multimediabausatz
Resin (klassisch)
3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder (Decals)
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Begleitbroschüre
Lackieranleitung, farbig

AvantGarde Models 88004

Fouga CM.170 Magister
Maßstab:  1/48 Anzahl Teile:  382
Folienfilm
Bauanleitung:
www.amkhobby.com
ab 1955 einen Lizenzbau. Doch bereits zu Beginn der 1960er Jahre wurde dieser Flugzeugtyp wieder ausgemustert, da die Bundesluftwaffe die Pilotenausbildung in die USA verlegte. Die nun nicht mehr benötigten Maschinen wurden sowohl an NATO- Bündnispartner, sowie an die algerische Luftwaffe abgegeben. Zusätzlich wurden einige Maschinen Ende der 1960er Jahre zum symbolischen Preis von 1 DM an Flugsportvereine verkauft. Dadurch gelangte auch eine kleine Anzahl an Maschinen in den Dienst der israelischen Luftwaffe. Unter dem Namen “Tzukit” fertigte die Firma IAI (Israel Aircraft Industries) einen bewaffneten Lizenzbau, welcher im 6-Tage-Krieg als leichtes Jagdflugzeug seine
Feuertaufe erhielt. Ein weiterer Linzenznehmer war die Firma Valmet O.Y. in Finnland. Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte die Magister durch ihren Einsatz bei der französischen Kunstflugstaffel “Patrouille de France”, dort war dieses Flugzeug bei über 800 Flugvorführungen bis 1981 zur Einführung des Alpha Jet´s im Einsatz. Insgesamt wurden über 900 Magister hergestellt, davon 576 in Frankreich. Die Magister war in 17 Staaten im Einsatz, darunter Frankreich, Belgien, Brasilien, Deutschland, Irland, Finnland, Israel, Marokko, Österreich und Kamerun.
Oben und Links: Zwar enthält dieser Bausatz nun das Gurtmaterial, Decal-Elemente zur Darstellung der Cockpitinstrumente fehlen allerdings dieses mal. Unten: Die gut gemachte Bauanleitung handelt auf ihren 45 Baustufen alle Kit-Variationen perfekt ab. Bei der Lackier- bzw. Stencil-Anleitung hat sie allerdings eine Schwachstelle: Viel zu klein!
überaus empfehlenswert !
Gesamteindruck:
I
I
MUST HAVE MUST HAVE Gebautes Modell mit alternativem Decalbogen. (e-day 2015) Erbauer: Unbekannt Fotos: T.Schneider
Wir danken Herrn Ladislav Jareš (Annetra s.r.o.) für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.