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ICM  35375

     

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Nachdem ICM Mitte 2015 den Panhard 178 als Formneuheit präsentierte, ist dies nun -nach dem kürzlich erschienenen Kit mit deutschen Beutefahrzeugen- bereits die zweite  Varianten-Wiederaflage dieses Modells. Preis: ca. € 36,50 Produktseite: ICM Model Kit No.35375 Vertrieb in Deutschland: Gebr. Faller GmbH Inhalt: 5 braune Spritzrahmen mit 160 Teilen 4 Vinylräder 1 Decalbogen 20-seitige, teils farbige A4 Bau- und Lackieranleitung
Panzerspähwagen Panhard 178 Im Jahr 1931 entwickelte die französische Kavallerie einen Plan für die zukünftige Produktion gepanzerter Kampffahrzeuge. Eine der geplanten Klassen war die Automitrailleuse de Découverte oder AMD, ein Aufklärungsfahrzeug für lange Strecken. Die Spezifikationen wurden am 22. Dezember 1931 formuliert, am 18. November 1932 geändert und am 9. Dezember 1932 freigegeben. Es war ein Gewicht von vier Tonnen, eine Reichweite von 400 Kilometern, eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h bei einer Reisegeschwindigkeit von 40 km/h gefordert. Der Wendekreis musste kleiner als zwölf Meter sein. Die Panzerung sollte fünf bis acht Millimeter stark sein. Die Bewaffnung sollte aus einer 20-mm-Kanone und einem 7,5-mm-MG bestehen. Panhard setzte sich gegen die Mitbewerber Renault, Berliet und Latil durch und durfte 1933 einen Prototyp bauen. Das Fahrzeug war im Oktober fertig und wurde der Commission de Vincennes im Januar 1934 unter dem Namen Panhard 178 präsentiert. Es hatte einen 13,2-mm-MG Turm von Vincennes, da der vorgesehene Turm noch nicht fertig war. Nach den Tests, die zwischen dem 9. Januar und dem 2. Februar 1934 stattfanden, wurde das Fahrzeug am 15. Februar von der Kommission akzeptiert. Das Fahrzeug übertraf sowohl die geforderten Abmessungen als auch das geforderte Gewicht von vier Tonnen. Obwohl noch einige Änderungen notwendig waren, wurde es als der beste unter den konkurrierenden Entwürfen betrachtet. Im Herbst wurde der verbesserte Prototyp bei der Kavallerie getestet und Ende 1934 unter der Bezeichnung AMD Panhard Modèle 1935 abgenommen. Bereits am 25. April 1934 waren 15 Stück bestellt worden, am 20. Mai kamen weitere 15 hinzu. Der Stückpreis belief sich auf 275.000 Franc pro Stück, damit war er teurer als ein leichter Infanteriepanzer dieser Zeit. Die Baureihe wurde jetzt mit dem APX3-Turm ausgerüstet. Die ersten 19 Stück wurden im April 1937 ausgeliefert. Nach Beschwerden wegen mangelnder Zuverlässigkeit wurde zwischen dem 29. Juni und dem 2. Dezember 1937 ein neues Testprogramm durchgeführt, das zu vielen Änderungen führte. Bis zum 1. September 1939 wurden 219 Fahrzeuge ausgeliefert, bis zum Waffenstillstand im Juni 1940 waren 527 fertiggestellt worden. Die Planungen am 10. Oktober 1939 hatten eine monatliche Produktion von 60 Panhard 178 bis Kriegsende vorgesehen.  Quelle: Wikipedia
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Bausatz: In der typischen ICM-Verpackung, bestehend aus einem Hochglanz-Stülp- deckel und neutralem, wiederverschließbarem Innenkarton, befinden sich fünf in braun gehaltene Spritzrahmen, vier Vinylräder, ein kleiner Decalbogen und die in Anleitung in DIN A4-Größe. Alle Spritzgussteile weißen eine sehr gute Detaillierung auf und sind hervor- ragend umgesetzt. An keinem der Bauteile sind offensichtliche Fischhäute, Grate und Sinkstellen zu erkennen. Auswerfermarken im sichtbaren Bereich sucht man ebenfalls vergeblich. Ein kompletter Spritzrahmen ist der Innen- ausstattung und den wenigen Anbauteilen, wie Werkzueg etc. gewidmet. Angefangen von einem gut detaillierten Motor, bis hin zu den Kleinteilen ist alles vorhanden was man sich bei einem modernen Bausatz zu finden er- hofft. Auch die diverse Bewaffnung ist akkurat wiedergegeben, leider ist das Rohr der 25mm Kanone nur als zweiteiliger Spritzguß ausgeführt. Enthusiasten werden hier beim Spezialisten für gedrehte Metallteile, Fa. Schatton, fündig. Sicherlich wird der eine oder andere Modellbauer eine oder zwei Luken des Fahrzeuges geöffnet darstellen wollen. Wie bereits erwähnt, bietet sich dies mehr als nur an, die Bauanleitung schweigt sich allerdings darüber aus. Diese erstreckt sich über 20 Seiten und ist mit insgesamt 60 Baustufen relativ umfangreich, führt aber aufgrund der großzügigen, zwei- farbigen Darstellung, ohne wenn und aber zum fertigen Modell. Gezielte Vergrößerungen einzelner Komponenten helfen bei komplexeren Schritten. Am Ende der Anleitung finden sich noch die Lackieranleitungen für vier verschiedene Versionen des Fahrzeugs. Die Farbangaben beziehen sich wie bei ICM üblich ausschließlich auf die Farbsysteme von Revell und Tamiya.
Die Einzelteile warten mit feinsten Details und messerscharfen Konturen auf.
Diesen Bausatz erhalten sie im gut sortierten Modellbaufachhandel. Unten: (CAD) Bilder des Modells. Quelle: ICM
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Review-Checkbox
Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Konzept:
Basisbausatz
Kleinserie (short run)
Alu-/Stahlform
Formen-/Technologie-Mix
Bausatz mit Zubehör
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Komplettpaket
Technologie:
Multimediabausatz
Resin (klassisch)
3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder (Decals)
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Begleitbroschüre
Lackieranleitung, farbig

ICM 35375

Panhard 178 AMD-35 Command

Maßstab:  1/35 Anzahl Teile:  164
Folienfilm
Vielen Dank an die Firma ICM für die Bereitstellung dieses Besprechungsmusters.
sehr empfehlenswert ! Gesamteindruck: I I
Unten: Die typische ICM-Bauanleitung ist klar und übersichtlich gestaltet. Anders als bei früheren Bausätzen wird nun als Farbreferenz das System von Revell und Tamiya angegeben. Farbige 3-Seiten-Ansichten erleichtern die Lackierung und das Positionieren der Decals.
Oben: Der Decalbogen erlaubt die Markierung von vier Fahrzeugen der französischen Armee vom Frühjahr 1940. Perfekt gedruckt lässt dieser keine Wünsche offen.
Produktidee:
Umsetzung:
Spritzguss:
Bauanleitung:
Decalqualität: