© Thomas Schneider - originalundmodell.de
Italeri 2733 - 1/48
Inhalt:
•
4 hellgraue Spritzrahmen mit 128 Teilen
•
1 Spritzrahmen Klarsichtteile mit 23 Teilen
•
1 Fotoätzteilebogen (11 Teile)
•
1 Decalbogen
•
16-seitige Bau- und Lackieranleitung
Italeri Produktseite:
2733
Erhältlich bei:
Italeri Online-Shop
Preis:
€ 40,-
Vorbild:
Der Piasecki H-21 Workhorse (Werksbezeichnung: PD-22) war ein Transporthubschrauber mit zwei Hauptrotoren in Tandem-Konfiguration. Er konnte mit zwei
Mann Besatzung bis zu 20 vollausgerüstete Soldaten befördern und wurde u. a. im Vietnamkrieg eingesetzt.
Die Entwicklung des H-21 geht bis zum Piasecki Modell PV-3 zurück, besser bekannt unter der US-Navy Bezeichnung HRP-1 Rescuer (Erstflug im März 1945).
1949 folgte die daraus abgeleitete Version PV-17 (HRP-2 Rescuer), die
einen vollkommen neuen Rumpf aus Ganzmetall besaß, während die
Triebwerksanlage (440 kW (600 PS) Pratt & Whitney R-1340) unver-
ändert übernommen wurde.
Am 11. April 1952 flog der aus dem HRP-2 abgeleitete H-21 (Werksbe-
zeichnung PD-22) erstmals. Mit seinem 845 kW starken Sternmotor
verfügte er über eine beinahe doppelt so hohe Triebwerksleistung wie der
HRP-1. Die Serienproduktion begann 1954 mit dem H-21A, von Piasecki
als "Workhorse" (Arbeitspferd) bezeichnet. Bis zum Ende der Produktion
im Jahr 1959 wurde noch eine B- und eine C- Version pro-duziert, die mit
einem stärkeren Triebwerk ausgestattet wurden. Bei den US-Streitkräften
bekam der H-21 den Beinamen „Shawnee“, der wie üblich einer
indianischen Stammesbezeichnung entlehnt wurde.
Als die Piasecki Aircraft Corporation im Mai 1956 in Vertol Aircraft
Corporation umbenannt wurde, änderte sich die interne Bezeichnung
dieses Hubschraubers von PD-22 in Model V-43. Die Bezeichnungs-reform der US-Streitkräfte brachte dann die Kennung CH-21 (Cargo Helicopter, engl. für
Transporthubschrauber) mit sich. Von den US-Soldaten bekam er die Spitznamen „Flying Banana“ (fliegende Banane; aufgrund der gekrümmten Form des
Rumpfes) oder „Army Mule“ (Armee-Maultier in Anlehnung an „Workhorse“). Quelle: Wikipedia
Fazit:
Seit der Spielwarenmesse 2015 angekündigt, hat das Warten der Fans nun ein Ende. Italeri hat den aus neuer Form stammenden H-21 nun in den Handel
gebracht.
Damit halten wir einen grundsoliden Kit in Händen, der auch der geringen Teilezahl und der stimmigen Konzeption wegen vom unerfahreneren Modellbauer zu
meistern ist. Der Profi erhält aber auch ein Modell mit enormem Potential nach oben. Ebenso bin ich mir sicher, dass sich der Zubehörmarkt diesem Kit
ausgiebig annehmen wird.
Die in der Bausatzbesprechung oben angeführten Punkte trüben den Gesamteindruck des Kits zwar ein wenig -vor allem der fehlende Zusatztank-, trotzdem
kann er sehr überzeugen und liefert die Basis für einen weiteren Hingucker in der Modellvitrine.
Das originalundmodell.de - Urteil zu diesem Bausatz lautet: SEHR EMPFEHLENSWERT !
Happy Modelling,
Thomas Schneider,
Dezember 2016
originalundmodell.de
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Bausatz:
In einem praktischen Stülpkarton mit künstlerisch, attraktiv gestaltetem
Deckelbild einer typischen Situation der Vietnamkriegs-Ära befinden sich
gut verpackt vier hellgraue Spritzrahmen mit den Hauptkomponenten, ein
Rahmen Klarsichtteile, eine Fotoätzteilplatine, der Decalbogen und die
typische Italeri-Bauanleitung mit farbigen 4-Seiten-Ansichten.
Die Spritzrahmen mit den Plastikteilen sind prinzipiell sauber gespritzt,
Sinkstellen und Grate sind nicht zu erkennen. Eine gewisse Häutchen-
bildung an diversen Teilen ist festzustellen, aber mit wenigen Handgriffen
zu versäubern. Die Oberflächen sind sehr glatt, durchgehend mit feinen
Details versehen. Blechstöße, Wartungsklappen sowie positive und nega-
tive Nietenreihen sind exakt wiedergegeben. Gerade die positiven sind
eines der Charakteristiken bei diesen frühen Hubschraubern, leider aber
nur spärlich am Modell vorhanden, hauptsächlich an den Verkleidungen
des Rotorgetriebes, sowie an den Anbauten außen. Weitere willkommene
Details wären die gewichtet dargestellten Räder und die realistisch
durchhängenden Rotorblätter. Was Italeri mit dem Spritzrahmen C -auf
dem sich letztere befinden- weiterhin plant, konnte ich derzeit nicht klären.
Auf alle Fälle sind acht Rotorblätter vorhanden, von denen nur sechs
benötigt werden.
Was den Innenraum angeht, so hat man den Wright R-1820-Sternmotor
ausreichend detailliert umgesetzt, erfreulich auch deshalb, da die beiden
seitlichen Wartungsklappen zu öffnen sind. Für die Kabine sind die
typischen Sitzbänke mit den Geflecht-Rückenlehnen vorhanden. Bei ge-
öffneter Tür bereichern diese den Innenraum. Der ambitionierte Modell-
bauer wird allerdings an den spärlicher detaillierten Innenwänden und den
(leider nicht zentrierten) Einsätzen für die Klarsichtteile Hand anlegen
wollen. Das Cockpit, welches übrigens mit einer genialen, als Komplettteil
ausgeführten Verglasung umschlossen wird, ist grundsätzlich auch gut
detailliert. Sehr erfreulich, das Gurtmaterial ist auf dem Ätzteilebogen
vorhanden. Für das zentrale Instrumentenbrett bietet der Decalbogen ein
Element an, die anderen Konsolen sollen aber bemalt werden.
Weitere Auffälligkeiten des ansonsten guten und sicherlich auch vom Ein-
steiger schnell zu bauenden Kits sind im Außenbereich zu suchen. Der
Bausatz bietet 2 unterschiedliche Varianten des H-Leitwerks an. Für welche
Version diese gedacht sind, darüber schweigt sich die Bauanleitung aber
aus. Die Markierungsvariante B, U.S.A.F. Rescue Helicopter, wird mit Zu-
satztank abgebildet, leider wurde dieser an den Spritzrahmen nicht berück-
sichtigt. Der letzte Punkt den ich hier anführen möchte, betrifft die Abspann-
seile des Hakens am Rumpfboden. Diese sollen mit gezogenen Gussästen
und exakten Rundungen hergestellt werden. Dies dürfte wohl einer der
schwierigsten Bauabschnitte sein. Ein mit Kleber versteifter Faden o.ä.
wäre meiner Meinung wohl besser geeignet.
Die Einzelteile des H-21C warten mit feinsten Details auf.
Unten: Markante Nietenreihen zieren den Rumpf.
Unten: Der Schachtelinhalt im Überblick
Markierungsoptionen:
•
U.S. Army, 93rd Transport Company, Crew Chief John Beatty, Da Nang, Vietnam, 1963
•
USAF, M.A.T.S., NAS Turner Field, Albany (Ga), USA, 1960
•
Aeronavale, flottille 31F, Algeria, 1956
H-21C SHAWNEE "FLYING BANANA"
Oben: Die Schachtelseite gibt Auskunft über die weiteren Markierungs-
optionen.
Unten: Italeri spendiert dem Bausatz einen perfekt bei Zanchetti Buccinasco
produzierten Decalbogen. Ein hervorragendes Endergebnis ist damit sicher!
Review-Checkbox
Gesamteindruck
Maßstab: 1/48 Teile gesamt: 162 Markierungsoptionen: 3
H-21C SHAWNEE "FLYING BANANA"
Italeri 2733
Zielgruppe:
Anfänger
erfahrener Modellbauer
Profi
Verwendung:
Gimmick
Korrektur
Erweiterung / Detaillierung
Diorama-Zubehör
Spritzguss, Kleinserie (short run)
Spritzguss, Stahlform
Spritzguss, Formen-/Technologie-Mix
Verfügbarkeit:
Limited Edition
Serie
Technologie:
Resin, klassischer Musterbau
Resin, 3D-Druck-Technologie
Wasserschiebebilder
Fotoätzteile, metallfarben
Fotoätzteile, bedruckt
Ausstattung:
Resinteile
Masken
Metallteile
Vacu-Teile
Acetatfilm
Vinyl-Teile / -Räder
Begleitbroschüre
Poster / Kunstdruck
Bauanleitung, farbig
Bauanleitung, s/w
Lackieranleitung, farbig
Lackieranleitung, s/w
Sammlerartikel / Zugabe
Aufkleber / Abziehbilder
Auslegung:
Basisbausatz
Bausatz mit Zubehör/Aufwertung
Multimediabausatz
Dual- / Mehrfachbausatz
Bauanleitung
sachlich, zweckmäßig
High End
komfortabel
Download-Option
Konzept
Produktidee:
Wiederauflage
Varianten-Wiederauflage
Formentausch
Neu, Erstauflage
Umsetzung:
Spritzguss:
Decals:
Resin:
Qualität
Klarsichtteile:
Links: Der kleine Fotoätzteilebogen liefert die für die H-21 wichtigen Fein-
teile, wie die markanten Lüftungsgitter und auch das Gurtmaterial, welches
bei einer derart guten Einsicht in den Cockpitbereich als obligatorisch zu
betrachten ist!